Verkehrssicherheitsrat Frankfurt

Aktionswoche des Verkehrssicherheitsrates
Frankfurt braucht Rad(t) – das Fazit

Aktionsplakat

Frankfurt am Main – Die vom Verkehrssicherheitsrat Frankfurt ins Leben gerufene Aktionswoche „Frankfurt braucht Rad(t)“ fand in Bornheim in der Woche vom 20. bis 24. September 2004 statt. Die Verkehrswacht, die Polizei, das Ordnungsamt, der ADFC, der ADAC sowie zahlreiche Schüler Frankfurts hatten das Verhalten von und gegenüber Radfahrern unter die Lupe genommen.

Bei der Abschlussveranstaltung rund um das Bornheimer Uhrtürmchen zeigten sich sowohl Passanten als auch Organisatoren besonders beeindruckt von den musikalischen Darbietungen der Perkussionsgruppe der Frankfurter „Musterschule“. Hier wurde auf Fahrradsättel geklopft, es wurden die Radspeichen zum Rollen gebracht und mit Bierdeckeln bearbeitet, die Fahrradklingel betätigt und eifrig auf der Luftpumpe gepumpt. Zur Freude aller Zuschauer entstanden so eingängige Melodien.

Fritz Biel, Verkehrspolitischer Sprecher des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) kommentierte: „Wir wünschen uns ein fahrradfreundliches Frankfurt – dafür muss das Miteinander aller Verkehrsteilnehmer besser werden und jeder auf den jeweils Schwächeren achten. Der Radfahrer muss auf den Fußgänger achten und der Autofahrer auf den Radfahrer. Wenn uns das gelingt, ist schon viel für Frankfurts Radfahrer getan“.

Schüler der Heinrich-Kleyer-Schule haben sich in der letzten Woche der Überprüfung von Rad- und Gehwegen gewidmet und die schwierige Aufgabe übernommen, auf frischer Tat ertappte Übeltäter direkt zur Rede zu stellen. Mit selbst kreierten Plakaten und warnenden Slogans, wie z.B. „Ist die Brezel noch so lecker, halt‘ nie am Radweg vor dem Bäcker“, machten Sie auf unrechtmäßig parkende Autos auf Radwegen aufmerksam. Das Plakat „Fährst Du Fahrrad oben ohne, geht‘s dem Kopf wie der Melone“ wies eindrücklich auf die Notwendigkeit hin, beim Radfahren einen Helm zu tragen.

Die Werner-von-Siemensschule testete die von der Deutschen Bahn aus dem Programm „Call a bike“ zur Verfügung gestellten Fahrräder. Lehrkraft Reiner von Wintzigerorde kam zum Fazit, dass die DB Fahrräder ganz besonders für Frankfurter Geschäftsreisende und Touristen eine positive Alternative zum teuren Taxi oder Mietwagen sind.

Mit kritischem Blick haben Schüler ebenfalls die Verkehrstauglichkeit von Fahrrädern unter die Lupe genommen und einige Drahtesel mit dem Vermerk „verkehrsuntauglich“ direkt aus dem Verkehr gezogen. So richteten sich auch die Abschlussworte der Frankfurter Polizei, vertreten durch Thorsten Reus, und des Vorsitzenden des Frankfurter Verkehrssicherheitsrates, Dr. Rolf Opitz, an die Eltern. „Besonderes Augenmerk muss auf die Verkehrssicherheit von Fahrrädern und das Tragen eines Kopfschutzes gelegt werden. Wenn dann noch alle Frankfurter Verkehrsteilnehmer einander etwas rücksichtsvoller und toleranter gegenüber treten, dann haben wir einen weiteren Schritt in Richtung radfahrfreundliches Frankfurt getan“, so Dr. Opitz.

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